In “Minority Report” gibt es sie schon – Werbetafeln, die Personen erkennen und ihnen auf ihre spezifischen Vorlieben und Bedürfnisse zugeschnittene Werbebotschaften präsentieren.
In Japan ist man nun auch fast so weit: Dort wurden erstmals digitale Displays getestet, die mit einer integrierten Kamera und spezieller Software grundlegende Unterscheidungsmerkmale (männlich/weiblich, Altersgruppe) erkennen und die Person somit einer vorher festgelegten Gruppe zuweisen können. So lässt sich die auf dem Display dargestellte Werbebotschaft schon einmal grundlegend typisieren.
Natürlich werden nach diesen Erfolgen die obligatorischen nächsten Schritte kommen: Gesichtserkennung, Personalisierung, spezifische Ansprache. Eigentlich eine tolle Sache, könnte man denken, doch die Sache hat einen gewaltigen Haken: den Datenschutz. Wenn die Möglichkeit besteht, dass private Unternehmen Menschen auf der Straße und ohne deren Wissen scannen und in nicht kontrollierbaren Datenbanken ablegen (natürlich mit einem detaillierten “Nutzerprofil” versehen) – warum nicht gleich einen Chip implantieren lassen, der all diese Informationen enthält? Ich möchte jetzt nicht die ausgetretenen “Brave New World”- und “1984″-Vergleiche bemühen, aber die Vorstellung, wohin dieser Weg uns führen soll, ist durchaus beängstigend.